Datenrettung und digitales Wissen

Datenrettung und digitales Wissen. Datenrettung hilft , wenn Murphy wieder einmal zuschlug.

Die Computerwelt nimmt enormen Einfluss auf unser Wissen. Nahezu jede Frage kann heute mittels Computermedien beantwortet werden. Die Daten vervielfältigen sich in Sekundenschnelle, eine Recherche in alle Richtungen ist erschöpfend möglich.

Dies bedeutet im Umkehrschluss auch, dass der Computer einen bestimmten Teil unserer Wissenskultur einnimmt, sie verändert hat. Haben wir früher noch unser Wissen aus zumeist gedruckten Büchern erweitert, so leben wir inzwischen eine moderne, digitale Wissenserweiterung. Dies bedeutet gleichzeitig, dass wir eine riesige Datenmenge speichern und archivieren, um unser angeeignetes Wissen immer vorrätig zu halten. Ein gutes Beispiel dazu sind beispielsweise Favoritenlisten von Webseiten.

Wir müssen uns aber auch mit der Fragilität dieser Informationsflut befassen. Sicherlich hat jeder schon einmal versehentlich Daten so gelöscht, dass diese danach unwiederbringlich waren oder man musste sich einer mühseligen Datenrettung unterziehen.

Ein weiteres Problem ist aber auch, dass gespeicherte Datensätze nicht mehr auffindbar sind, ein Verlust digitaler Informationen ist im Alltag einfach Realität. Wie schnell ist gerade ein mobiles Speichermedium verlegt oder eine Expertise falsch abgespeichert und eine Datenrettung kann somit nur noch via neuer Recherche erfolgen.

Auch sind Daten und somit gespeichertes Wissen vergänglich. Leider geht dieses Argument in der aktuellen Medienflut vollkommen unter, wird geradezu ignoriert.

Viele Computer sind heute schon ohne Diskettenlaufwerk ausgestattet und zahlreiche Nutzer haben noch endlose Daten auf Disketten gespeichert. Wohl kaum ist zu erwarten, dass hier eine vollkommene Umstellung der Archivierung bereits erfolgt ist und im Laufe der Jahre wieder zahlreiche, teils wertvolle Daten verlustig sind. Natürlich wird noch länger die Möglichkeit der Datenrettung von Disketten erhalten bleiben, nur der steigende Aufwand ist ebenfalls zu berücksichtigen.

Auch sind überschreibbare Datenträger ein Risiko der Langlebigkeit. Es wird auch in diesem Fall damit zu rechnen sein, dass unser digitales Wissen schnell Mängel im Bezug auf Verlust aufweisen kann.

Claudia Falk

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