Internationaler Frauentag – Alltägliches zum Thema

Alltägliches am Internationalen Frauentag. Nichts spektakuläres, keine Erfolgsmeldungen und kein Skandal. Aber weltweit, weil wir ja globalisiert denken.

Mit diesen Werkzeugen werden auch heute noch Frauen aus kulturellen Gründen beschnitten.
zugeschliffene Steine, zur Frauenbeschneidung
Ärzte und Krankenhäuser machen da mit, obwohl es verboten ist.

<< Frau X ist gut 58 Jahre. Es fehlen ihr 14 Monate, damit sie um Pension ansuchen kann. Sie hat 5 Jahre bei einer Frau Doktor geputzt. Die hat sie nie angemeldet. Frau X hat es übersehen das Dienstverhältnis im Nachhinein einzuklagen. “Die Frau Doktor war doch immer so nett zu mir.”

Internationaler Frauentag 2009

Es gibt noch Hoffnung. Hoher islamischer Gelehrte spricht sich gegen Genitalverstümmelung aus.

Dies ist das eine, das andere: noch immer verdienen Frauen in Österreich um 25% weniger als Männer – es ist noch viel zu tun.

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“Wenn es eine Frau herausfordert, dann gehört ihr schon mal eine”, war sein Spruch.

Jahrelang schlug er sie.

Verheiratet waren sie nicht.

“Aber er ist doch der Vater vom Kind,” sagte sie immer wieder. Als das Trommelfell geplatzt war, zeigte der Hausarzt an. Die Verhandlung fand 60km vom Heimatgericht entfernt statt.

Grund: Damit er keine Probleme in seinem Beruf bekommt. Immerhin ist er ja Lehrer.

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Frau Y hat vier Söhne, zwei Töchter. Sie ist 45 Jahre. In ihrer Kultur ist eine Frau, die ihren Beitrag zur Gesellschaft geleistet hat. In ihrer Kultur ist sie eine angesehene Frau, weil sie vier Söhne hat. Krieg gab es und Verfolgung. Jetzt ist sie in Österreich und erlebt neben all den Sprachschwierigkeiten, dass sie keine angesehene Frau ist, weil sie vier Söhne und zwei Töchter hat.

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Beim Vorstellgespräch im Jahr 2005 für den Posten als Erzieherin in einem Kinderheim, fragt die angehende Erzieherin:”Hier sind keine Männer, das wär doch gut für die Kinder. Wieso?”

“Für sowenig Gehalt und Schichtdienst arbeitet kein Mann”, war die Antwort der Leiterin.

Frauen verdienen weltweit immer noch zwischen 20 und 50 Prozent weniger als Männer, und in jedem Land ist die Arbeitslosigkeit bei den Frauen höher als bei den Männern. Globale Statistiken zeigen, dass Frauen eher Opfer mangelnder Sicherheitsvorkehrungen am Arbeitsplatz werden, aber nur selten eine Beschwerde einreichen oder sich freinehmen.

Eine Ministerin aus Österreich hatte für dieses Problem bereits 2004 eine Lösung:

Wenn die Frauen glauben, dass sie die Verliererinnen der Pensionsreform sind, dann können sie ja einen reichen Mann heiraten.

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Im Februar gab es eine Konferenz:

Jahr für Jahr treten mehr als sechs Millionen Mädchen erst gar nicht in eine Schule ein. Von den 150 Millionen Kindern, die keine Schulbildung bekommen, sind 90 Millionen Mädchen.

Die Gründe, warum noch weniger Mädchen Schulen besuchen, eine höhere Drop-out-Rate aufweisen und weniger oft weiterführende Schulen besuchen als Buben, sind vielfältig und haben weiterhin mit Unterdrückung und geringerer Wertschätzung in manchen Gesellschaften zu tun. Als relativ neue Entwicklung kommt die Globalisierung dazu: Während die Mütter in den für den Export produzierenden Fabriken zur Arbeit gehen, müssen ihre Mädchen die Schule verlassen, um zu Hause an Stelle der Mutter den Haushalt zu führen.

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Maria Mies in einer kurzen PDF Datei zum Thema Globalisierung, Frauen und Widerstand².

.. “wozu Frauentag es geht Dir doch eh gut” habe ich heute auch schon gehört.

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