Es gibt viele Wege, um Italienisch lernen. Man kann sich jeden Tag 1-2 Stunden Zeit nehmen um in Grammatikbüchern zu büffeln oder sich Sprachkassetten anhören.Der beste Weg ist allerdings die Sprache mittels eines Italienischkurses in Italien zu lernen. Dies ist der Schlüssel, um Italienisch effektiv zu lernen und um ein Sprachgefühl zu entwickeln.
Bei der Wahl der Sprachenschule sollte man unbedingt beachten, dass die Wahl der Region oder der Stadt einer der entscheidensten Faktoren ist. Die Zeit die man außerhalb des Klassenzimmers verbringt ist mindestens genau so wichtig, wie der Sprachkurs selbst. Sprachkurse in einer großen Stadt wie z.B. Mailand oder Rom sind gewöhnlich voll von Vorzügen und Aktivitäten" aber aufgrund der Vielzahl an Studenten fehlt es gelegentlich an der individuellen Betreuung des Schülers.
In einer großen Stadt findet man jede Menge kulturelle Ereignisse und Sehenswürdigkeiten, aber man findet dort im Vergleich zu einer kleineren Stadt nicht den vertraulichen Kontakt mit den Einheimischen, der zweifelsohne für das Erlernen der Sprache äußerst wichtig ist. In einer großen Stadt kommt man sicherlich auch in Versuchung außerhalb des Unterrichts mehr in Englisch als auf Italienisch zu sprechen, denn Englisch verstehen die Einwohner einer Weltstadt gewöhnlich immer. In einer kleinen Stadt oder auf dem Land ist dies hingegen nicht der Fall. Es ist sicherlich nicht sehr sinnvoll außerhalb des Kurses Englisch zu sprechen, denn so kommt man nach Hause voll mit theoretischem Wissen, aber ohne Praxis.
Beim Erlernen der italienischen Sprache in Italien ist die Wahl der Region ebenfalls äußerst wichtig. Man sollte eine Region wählen, wo ein dialektfreies Italienisch gesprochen wird. Es ist nicht ratsam einen Kurs in Neapel oder in Sardinien zu besuchen, denn außerhalb des Kurses, würde man nur Napoletanisch und Sardisch hören, die in der Tat als eigene Sprachen betrachtet werden, und mit Italienisch nur sehr wenig zu tun haben und auch von den restlichen Italienern nur teilweise verstanden werden.
Es wäre zum Beispiel nicht sehr sinnvoll einen Italiener um Deutsch zu lernen in den tiefsten bayerischen Wald ²zu schicken oder in den hohen Norden wo Plattdeutsch gesprochen wird. Es wäre für ihn sicherlich besser Deutsch in Hannover zu lernen, wo das reine und dialektfreie Deutsch gesprochen wird.
Das gleiche gilt natürlich auch für das Erlernen der italienischen Sprache. Das reine und dialektfreie Italienisch wird in der Toskana gesprochen. Außer den sprachlichen Vorteilen bietet die Toskana auch noch all die anderen Vorteile, denn man will ja schließlich nicht nur lernen sondern auch etwas sehen. Hier findet man in der Tat die weltweit größte Anhäufung an Kunstschätzen. In der Toskana gibt es überwiegend kleine Städte, wo man leicht mit den Einheimischen in Kontakt kommt. Außerdem ist die Toskana auch voll von schönen Stränden. Neben der Region und der Stadt gibt es bei der Wahl der geeigneten Sprachschule aber auch noch weitere ganz wichtige Faktoren:
- • Die Schule sollte unbedingt vom Ministero dell’ istruzione italiano (italienisches Bildungsministerium) anerkannt sein.
- • Die Schule sollte ein Mitglied von ASILS (Verein für Sprachschulen für Italienisch als Zweitsprache) sein. Dieser Verein garantiert für eine hohe Qualität des Sprachkurses durch qualifizierte Lehrkräfte.
- • Die Schule sollte als Veranstalter für den Bildungsurlaub um Italienisch in Italien zu lernen anerkannt sein.
- • Die Schule sollte ein anerkanntes Zentrum der Universitàdi Siena per Stranieri für die Vorbereitung und für die Durchführung des Examen CILS sein.
- • Die Schule sollte ein breit gefächertes Programm an Italienischkursen anbieten und den Schülern kostenlose Unterstützung bei der Suche einer Unterkunft bieten.
- • Die Unterrichtsklassen sollten nicht mehr als maximal 12 Teilnehmer haben.
- • Die Lehrkräfte sollten alle Muttersprachler sein.
Agathe Freudenstein
agathe{ät}elib{dot}org
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Anmerkung von texto: Für mich als Österreicherin spricht der Bayer immer noch richtigeres Deutsch als jeder Hannoveraner. Ab und an.. hörte ich auch in Hannover, und niemand -kein Amt, keine Behörde, ja nicht mal die *neumodernen* Agenturen -können mich davon überzeugen, dass “Ab und an” korrektes Deutsch ist, aber “Kinderbier wird bei uns koans ausgschenkt” – da kann man mit mir drüber diskutieren, ob das nicht in den Duden gehört ….
Natti
28.01.07 um 21:18Parli italiano?
Sicherlich wird ein Bildungsurlaub mit Besuch einer Sprachschule helfen, die ersten “Gehversuche” machen zu können, jedoch muß ich widersprechen, dass es in einer großen Stadt schwerer ist, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen.
Ich selbst war mit 23 Jahren für 24 Monate als Au-Pair in Rom, habe gänzlich keinen Kontakt zu Deutschen gehabt und nur dadurch die Sprache richtig lernen können. Eine Sprachschule besuchte ich in jener Zeit zwischenzeitlich auch, habe aber gemerkt, dass dies im Endeffekt nur der Grammatik zuträglich war und die Italiener um mich rum besser verstanden, wenn ich nicht so “verstellt” gesprochen habe. Klar, dass dabei der “dialetto romana” auch eine große Rolle spieltea, aber einen Dialekt gibt es überall – auch in der Toskana und diesen finde ich persönlich nicht gerade ansprechend.
In diesem Sinne …. viva Italia.