Räumen wir mal auf mit den Traditionen!

Im Kindergarten und in der Volksschule lernt mal alle möglichen Traditionen, die Geschichte vom Osterhasen vom Weihnachtsmann, vom Sankt Martin Fest über Allerheiligen, Maria Himmelfahrt bis hin zu Maria Empfängnis.

Im Kindergarten und in der Volksschule lernt mal alle möglichen Traditionen, die Geschichte vom Osterhasen vom Weihnachtsmann, vom Sankt Martin Fest über Allerheiligen, Maria Himmelfahrt bis hin zu Maria Empfängnis.

Je älter man wird desto weniger interessieren uns diese Bräuche und Traditionen, dass man zu Weihnachten in die Mette geht oder man zu Allerheiligen auf den Friedhof.

Umso interessanter werden die Gewohnheiten von anderen Kulturen vor allem aus Amerika. Wie zum Beispiel Halloween oder der Santa Claus.

Um mal Klarheit in die ganze Sache zu bringen:

Halloween

gefeiert am 31.Oktober, ist ein Fest aus keltischen Ursprungs das den im jeweiligen Jahr verstorbenen Seelen der Toten, die Möglichkeit geben soll noch mal auf die Erde zu kommen.

Die Erklärung verweist dazu auf das ursprünglich in der Nacht des elften Neumondes eines Jahres gefeierte Fest des keltischen Neujahrfestes Samhain, das als Beginn der dunklen Jahreszeit zugleich ein Fest für die Toten war.

Allerheiligen

Die katholische Kirche verlegte Allerheiligen im Jahre 835 vom ersten Sonntag nach Pfingsten auf den 1. November. Nach einer verbreiteten Ansicht wurde von den Katholiken dieser Termin bewusst ausgewählt, um einen Gegenpol zu den heidnischen Festlichkeiten zu setzen; allerdings gibt es dafür keine Belege. Das Allerheiligenfest wurde zuerst in Italien gefeiert, während die Bräuche um Halloween erst viel später verbürgt sind.

Aus dem Allerheiligenfest entstand jedenfalls der Name Halloween – zusammengesetzt aus dem englischen Sprachgebrauch All Hallows Eve, von eve (evening, “Vorabend") und hallow (“Heiliger").

Christkind oder Weihnachtsmann

Und bei uns gibt es nur ein Christkind oder Weihnachtsmann, aber beim besten willen keinen Santa Claus.

Europäische Auswanderer brachten den Sankt- Nikolaus- Brauch mit in die Vereinigten Staaten von Amerika. Insbesondere in den niederländischen Kolonien wurde das Sinterklaas Fest gefeiert, zumal Sankt Nikolaus auch der Patron von Neu Amsterdam, dem späteren New York war. Aus Sinterklaas wurde Saint Claus und schließlich Santa Claus.

Auch wenn Weihnachtsmann zu prüde und alt klingt ist er noch immer derjenige der uns die Geschenke bringt und Santa Claus verweilt in Amerika, der mit seinem Schlitten von einem Kamin zum nächsten huscht um seine Geschenke an die Kinder zu bringen.

Es wird behauptet das auch Santa Claus am Nordpol verweilt.
Natürlich half die Coca-Cola Campagne mit ihrem jährlichen Weihnachtsmann dazu bei, das der Weihnachtsmann “modernisiert" durch seine Feldzüge mit seinen Trucks weltweit verbreitet ist und man nicht mehr so sehr zwischen Santa Claus und de Weihnachtsmann unterscheidet.
Die russische Variante des Weihnachtsmanns ist die Kunstfigur Ded Moros , zu Deutsch: “Väterchen Frost”.

Christkind

Das Christkind ist, ähnlich wie der Weihnachtsmann oder der Nikolaus, eine mythische Symbolfigur des weihnachtlichen Schenkens. Es schleicht in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember in die Häuser und beschenkt die “braven” Kinder, während die “unartigen” leer ausgehen. Das Christkind ist ursprünglich eine Erfindung von Martin Luther.

Im Mittelalter wurden die Kinder am Nikolaustag , dem 6. Dezember beschenkt. Die Bescherung am Heiligabend bzw. am ersten Weihnachtsfeiertag, wie sie heute üblich ist, gab es damals noch nicht. Luther ersetzte den Nikolaus durch das elsässische Christkind, das am 25. Dezember Geschenke verteilt. Bis 1900 war bei Katholiken das Schenken am Nikolaustag üblich. Erst danach setzte sich das “evangelische” Christkind zusammen mit Adventskranz und Weihnachtsbaum auch bei Katholiken durch. Die Bezeichnung “Christkind" geht auf Weihnachtsspiele zurück, in denen die Christkinder zur Krippe zogen und dem Jesuskind Geschenke darbrachten. Auch wird das Christkind traditionell als Mädchen oder als Engel dargestellt.

Liebe Leute, wir in Europa haben genug Traditionen, ja sogar so viele, dass man gar nicht alle nachvollziehen kann. Warum kopieren wir dann andere die mit unserer Geschichte gar nichts am Hut haben. Natürlich, englisch Ausgesprochen klingt alles gleich viel moderner und viel versprechender. Doch hintergehen wir uns da nicht selber, wenn wir unsere eigenen Gebräuche im Stich lassen und andere Feiern weil sie viel spannender sind auch wenn wir den Hintergrund gar nicht wissen. Denn wenn man genauer recherchieren würde, würde man Traditionen entdecken mit denen auch wir Imponieren könnten.

mia

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