Wer bisher Lust auf einen Film hatte, musste sich entweder mit dem Angebot im Fernsehen zufrieden geben oder in einer Videothek Filme ausleihen. Gerade die Videothek ist preislich auf einem relativ hohen Niveau angesiedelt und zudem mit Aufwand verbunden. Man muss den Film oft holen und zurückbringen und es besteht auch immer mal wieder die Gefahr, dass ein Film durch Abnutzung fehlerhaft ist. Zudem sind Videotheken in der Regel nicht 24 Stunden pro Tag geöffnet.
Eine Lösung bietet das sogenannte “Video on Demand”. Via Internet können Filme für eine bestimmte Zeit gemietet, bzw. sofort angesehen werden. Wer den Film bezahlt hat, kann ihn entweder streamen und sofort schauen, teilweise sogar herunterladen (heruntergeladene Filme bleiben allerdings ebenfalls nur eine limitierte Zeit – z.B. 24 Stunden – schaubar). Video on Demand bringt diverse Vorteile: Es ist standortunabhängig, sofort und jederzeit verfügbar und meistens auch relativ günstig. Auch qualitativ können Video on Demand Portale relativ gut mithalten, kommen aber an die Qualität von echten DVDs nicht heran. Eingeschränkt wird die Qualität meist von der benötigten Internetverbindung. Für eine gute Streamingqualität sollte der Benutzer mindestens eine 1MBit-DSL Leitung haben. Mit zusätzlichen Set Top Boxen ist es übrigens auch möglich, die Filme auf den heimischen Fernseher zu streamen, was das Filmerlebniss noch angenehmer macht.
In Deutschland gibt es inzwischen mehrere Anbieter für Video on Demand. Der Bekannteste ist wohl das maxdome-Portal von Pro7. Es bietet eine grosse Auswahl an einzelnen Filmen, aber auch Pakete, die den Zugriff auf spezifische Filme und Genres ermöglichen (Movies, Thriller, Comedy, Serien, etc). Ab rund 3 Euro pro einzelner Film für 24 Stunden ist man dabei; Grundgebühren gibt es keine. Bezahlt wird übrigens bei den meisten Diensten mit Kreditkarte, andere Verfahren sind teilweise ebenfalls möglich.
Weitere Video on Demand Dienste sind bei T-Online oder Bluewin-TV (Schweiz) verfügbar.
Rico Heinrich