Ich nahm mir Zeit und surfte ein wenig bei Technorati. Hatte Lust nachzusehen worüber so die “andere” Welt der Blogger wohl schreibt und fand ein Blog, das im Text drin hatte: Wie die alten Menschen ein Weblog wahrnehmen.
…. als einen ort der öffentlichkeit,
in dem auch ein nachbar lesen könnte
oder ein arbeitskollege
und ich denk
hier lesen immer nur ein oder zwei
oder drei
Bei “alten Menschen” fällt mir die schnelle Post ein. Eine 81jährige Frau lernt die schnelle Post, die ihr Neffe immer “Email” nennt. Im Internet wird sie somit zur “Silver Surferin”.
Mir fällt auch ein wie meine Nachbarin immer zu mir sagte:
Gott weiß alles.
Aber der Nachbar weiß mehr.
So wie ich dieses offenbar noch unbekannte Weblog von myblog.de fand, so finden es sicher viele andere auch. Nicht gefunden zu werden im Internet ist fast unmöglich. Fast!
Klar ist man nur so alt wie man sich fühlt. Doch dies kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass man so knapp nach den 40 für einen 16 jährigen Blogger zu den “Alten” gehört.
Für den 16-jährigen ist die 20-jährige “alt”. Für den 40-jährigen der 30-jährige jung.
Im Kaffehaus, in der Kneipe ums Eck, tät man sich wohl selten an denselben Tisch setzen, ob des Altersunterschieds. Beim Bloggen, beim Kommentieren verwischen sich diese Altersunterschiede und der Fokus liegt am Text.
Und genau diesen Text kann der Chef, der Arbeitskollege, der Nachbar oder die eigene Mutter lesen, weil es ist ja ein Text in einem Weblog – in einem Ort der Öffentlichkeit.